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Die Esdo-Methodiken sind:
- Trainingsaufbau
- Körperschulung - Technisch-methodischer Teil - Selbstverteidigung
- Stellungen
Frontale Verteidigungshaltung
Beide Füße zeigen nach vorne und stehen etwa in Schulterbreite auseinander und vor- bzw. hintereinander. Die hintere Ferse ist angehoben, die hintere Hand (offen oder Faust) liegt seitlich am Kinn. Die vordere Hand ist 2 -3 Faustbreiten vorgehalten. Die Ellenbogen liegen dicht am Körper (nicht abspreizen), das Kinn ist soweit heruntergenommen, dass wir den Gegner gerade vollständig sehen können. Das Gewicht ist gleichermäßig auf beide Beine verteilt, so dass wir jedes Bein jederzeit anheben können.
Seitliche Verteidigungshaltung
Beide Füße stehen in einem Abstand von ca. 1,5 Schulterbreiten parallel auf einer Linie. Das Gewicht ist gleichermaßen auf beide Beine verteilt, die Knie sind etwas gebeugt. Der Kopf ist auf eine Seite gedreht. Die hintere Hand liegt am Kinn, die vordere in etwa derselben Höhe 2 - 3 Faustbreiten davor.
Individuelle Verteidigungshaltung
Die individuelle Verteidigungshaltung ist frei wählbar. Sie liegt in der Beinstellung zwischen frontaler und seitlicher Verteidigungshaltung und kann auch je nach Technik variieren. Längere Seitenstellungen sind für Techniken größerer Reichweite günstiger, breitere Stellungen eignen sich mehr für Techniken kürzerer Reichweite. Im Nahkampf (Haken) können die Füße fast parallel stehen.
- Grundschule
Einnahme der frontalen Verteidigungshaltung: 1. vorsteppen mit Führungshand 2. vorsteppen mit Schlaghand 3. vorsteppen mit Block nach unten (von innen nach außen) 4. vorsteppen mit Block nach unten (von außen nach innen) 5. vorgehen mit Vorwärtsfußtritt (hinteres Bein tritt) im Wechsel 6. übersetzen mit hinterem Bein und Abwärtsfußschlag (von innen nach außen)
Einnahme der seitlichen Verteidigungshaltung: 7. vorsteppen mit Faustrückenschlag 8. ansteppen an Innenfuß mit Halbkreisfußtritt
Einnahme der frontalen Verteidigungshaltung: 9. vorsteppen mit Block mittlerer Stufe (von außen nach innen) 10. vorsteppen mit Block mittlerer Stufe (von innen nach außen) 11. vorsteppen mit Block nach oben 12. Fallschule (Rolle rückwärts mit Wiederaufrichten in Kampfstellung)
- Kombinationen Warum Kombinationen?
Das Ziel des Erlernen von Schlag und Trittkombinationen ist der Aufbau einer hohen Schlagfrequenz.
Hinweis: Dazu ist zu beachten, dass beim Wechsel von Hand- und Fußtechniken auf derselben Seiten weiter geschlagen wird. (z.B. nach Technik mit rechter Hand folgt eine Fußtechnik mit dem rechten Fuß!) Ausnahme: gedrehter Fußtritt! Dadurch erzielt man eine leichte Überschneidung der Technik.
Achtung! Die Hand, die gerade keine Technik macht, wird zur Deckung ans Kinn zurückgenommen, bei Fußtritten bleibt die Deckung oben.
Ausführung: Kombinationen sind eine Partnerübung. Der Partner hat zwei Handpratzen, die er entsprechend der auszuführenden Technik hält. Der Ausführende kann Sandsackhandschuhe benutzen. Bei der Durchführung von Kombinationen wird eine frontale, oder leicht seitliche Verteidigungshaltung eingenommen. Zunächst wird die Kombination im Zeitlupentempo dem Partner gezeigt, so dass dieser weiß, wie er die Pratzen zu halten hat. Anschließend folgen 3 - 5 schnelle Durchgänge der Übung. Es ist auf einen gleichbleibenden Rhythmus zu achten. Auch vor oder nach Fußtechniken soll kein größerer Abstand entstehen als bei Handtechniken.
Beispiele: 1. Führungshand - Schlaghand - Führungshand 2. Führungshand - Schlaghand - Kopfhaken - Kopfhaken 3. Führungshand - Schlaghand - Kopfhaken - Vorwärtsfußstoß 4. Führungshand - Schlaghand - Kopfhaken - Halbkreisfußtritt 5. Führungshand - Schlaghand - Kopfhaken - Abwärtsfußschlag 6. Führungshand - Schlaghand - Kopfhaken - Ellenbogen 7. Führungshand - Schlaghand - Aufwärtshaken - Aufwärtshaken 8. Führungshand - Schlaghand - Führungshand - Halbkreisfußtritt 9. Führungshand - Schlaghand - Kniestoß - Schlaghand - Führungshand - Abwärtsfußschlag 10. Führungshand - Schlaghand - Führungshand - Vorwärtsfußstoß - Führungshand -Schlaghand - Halbkreisfußtritt 11. Führungshand - Schlaghand - Führungshand - Fersendrehschlag 12. Faustrückenschlag vorne - Schlaghand - Knie - Ellenbogen - Ellenbogen 13. Hakentritt vorne - Halbkreisfußtritt hinten - absetzen - Fersendrehschlag 14. Halbkreisfußtritt vorne - Führungshand - Schlaghand - Halbkreisfußtritt hinten
Unsere Schulkombinationen Um sich die teilweise bis zu 15 im Turnier und bei Prüfungen erlaubten Techniken auch gut einprägen zu können, empfiehlt es sich hier mit leicht einprägbaren Abkürzungen zu arbeiten.
2-er = Führungshand – Schlaghand 3-er = Führungshand – Schlaghand – Führungshand 4-er = Führungshand – Schlaghand – Führungshand – Schlaghand Vorwärts = Vorwärtsfußtritt Abwärts = Abwärtsfußschlag Halb = Halbkreisfußtritt Knie = Kniestoß Kopf = Kopfhaken Halbschlag = Halbkreisfußschlag Innenhand = Innenhandkantenschlag
1. 3-er – Vorwärts – 4-er – Halb (9 Techniken) 2. 3-er – Vorwärts – 2-er – Halb – Halb – 3-er – Vorwärts – 2-er – Halb (15 Techniken) 3. Abwärts – 2-er – Vorwärts – Vorwärts – 6-er – Knie (12 Techniken) 4. 2-er – Vorwärts – 2-er – Vorwärts – 6-er – Halb (13 Techniken) 5. 2-er – Vorwärts – 2-er – Vorwärts – 2-er – Vorwärts – 2-er – Vorwärts – 2-er – Halb (15 Techniken) 6. 3-er – Knie – 3-er – Knie – 3-er – Kopf – Knie (9 Techniken) 7. 3-er – Vorwärts – 5-er – Innenhand – Halbschlag (11 Techniken) 8. 4-er – Vorwärts – 4-er – Knie – gesprungen Vorwärts (11 Techniken) 9. Vorwärts – 3-er – Vorwärts 4-er – Halb (10 Techniken) 10. 10. 2-er – Vorwärts – 2-er – Vorwärts – 2-er – Abwärts – 2-er – Halb – Halb – Faustrücken – Innenhand (15 Techniken) 11. 3-er – Vorwärts – 3-er – Vorwärts – 3-er – Halb (12 Techniken) 12. Abwärts – 3-er – Vorwärts – 2-er – Halb – Halb – Faustrücken (10 Techniken) 13. 3-er – Vorwärts – 2-er – Kopf – Kopf – Kopf – (Drehung) Faustrücken (10 Techniken) 14. 1.P.: 2-er – Halb – 2-er – Halb / 2.P.: Faustrücken - Innenhand – Halb – 2er – Halb – Faustrücken (13 Techniken) 15. 2-er – Vorwärts – 2-er – Halb – Halb – 3er – Vorwärts – 2-er – Halb (14 Techniken)
- Partnerübungen
Die Partnerübungen sind grundsätzlich in 5 Stufen aufgeteilt.
Ein wichtiges Ziel des Esdo ist die visuelle Früherkennung des gegnerischen Angriffes. Wichtige Trainingsmethoden hierfür sind die Partnerübungen. Die Partnerübungen werden in 5 immer schwieriger werdenden Stufen durchgeführt. Dadurch erfolgt eine stufenweise Anpassung an den Trainingsfortschritt. Partnerübungen stellen ein systematisches Heranführen an den Freikampf dar.
Partnerstufe 1 In der Stufe 1 sind alle Angriffe festgelegt, und somit gibt es kein Überraschungsmoment. Der Angegriffene braucht sich nur darauf zu konzentrieren, den Angriff rechtzeitig (Timing) und mit geeigneter Technik abzuwehren. Er lernt die gegnerische Reichweite einzuschätzen und mit der Größe, dem Gewicht und der zu erwartenden Kraft des Gegners umzugehen. Die festgelegten Angriffstechniken der ersten Stufe sind: - 5 x vorsteppen mit Führungshand - 5 x Vorwärtsfußtritt mit hinteren Bein - 5 x Steppschritt mit Haken oder Schwinger der Schlaghand (Kopfhaken) - 5 x Halbkreisfußtritt mit dem hinteren Bein auf Oberschenkel, Bein, Bauch oder Kopf.
Für Anfänger empfehlen wir folgende Konter: - Schlaghand - Schlaghand - Führungshand - Schlaghand - Halbkreisfußtritt - Schlaghand - Führungshand - Halbkreisfußtritt - Schwinger - Ellbogen Schlaghand - Kniestoß hinteres Bein - Handkante Schlaghand - Schwinger Schlaghand in Rücken - Ellbogen auf Kopf/Hals - Ellbogen in Rücken - Schlaghand - Führungshand - Kniestoß
Partnerstufe 2 Hier gelten die selben Techniken wie bei Stufe 1, nur ist jetzt die Reihenfolge beliebig, so dass der Partner nicht mehr vorhersagen kann, welche Technik angewandt wird. Der Angreifer soll einen realistischen Angriff führen. Das Tragen von Sicherheitsausrüstung (Hand-, Fuß-, Mund- und Tiefschutz) ist erforderlich.
Vorgehensweise: Die Angriffsintensität und Geschwindigkeit ist bei den ersten 5 - 10 Angriffen so, dass sie der Partner abwehren kann. Dann wird die Angriffsgeschwindigkeit soweit gesteigert, dass Ihre Angriffe durchdringen. Der angegriffenen Partner bewegt sich nicht rückwärts, bestenfalls zur Seite oder schräg nach vorne. Die Konter mit Schlägen oder Tritten treffen nicht.
Partnerstufe 3 Es gilt alles, was bei Stufe 2 gesagt wurde, nur dass jetzt alle Techniken erlaubt sind (z. B. auch Abwärtsfußschlag, Fersendrehschlag, Aufwärtshaken, Fußfeger etc.).
Partnerstufe 4 Beide Partner stehen in direkter Trefferdistanz, Angriff und Verteidigung erfolgt nicht mehr wechselweise, sondern ein Partner greift nur an, während der andere Partner nur abwehrt. Der Angreifer trägt Hand- und Fußschutz, der Verteidiger mindestens Mund- und Tiefschutz. Die Angriffstechniken sollen in ununterbrochenem Rhythmus erfolgen und so ausgeführt werden, dass der Gegner berührt, aber nicht hart getroffen wird. Erlaubt sind Schläge und Tritte auf die Frontseite des Körpers oberhalb der Gürtellinie, sowie Halbkreisfußtritte mit dem Spann auf die Oberschenkel.
Partnerstufe 5 Es gelten dieselben Bedingungen wie für Stufe 4, jedoch tragen beide Partner nur Mund- und Tiefschutz. Der Angreifer greift mit allen Esdo - Techniken ständig an. Der Verteidiger kontert nicht, sollte der Angreifer aber in Griffweite kommen, so darf ihn der Angegriffenen fassen (umklammern), wegstoßen, heranziehen, aus dem Gleichgewicht bringen und ihn direkt kontern. Diese Partnerübung soll eine Ernstfallsituation simulieren.
- Reflextraining
Das Reflextraining schult die Möglichkeit, in einer gegebenen Situation mit der richtigen Technik unter Beachtung der Reichweite richtig zu reagieren. Man unterscheidet aktives und passives Reflextraining.
- Aktives Reflextraining Partner 1 hat an beiden Händen Handpratzen. Er lässt zunächst die Arme nach unten hängen. Der andere Partner steht ihm gegenüber und konzentriert sich. Nach 2 bis 5 Sekunden hält Partner 1 die Handpratze(n) in eine bestimmte Stellung. Partner 2 reagiert darauf so schnell wie möglich mit einer der Pratzenstellung angepassten Technik, der vom Pratzenhalter etwas entgegen gekommen wird. Die Pratzen sind so zu halten, dass der Aktive keine Zwischenbewegung (Steppschritt, vorlehnen) benötigt.
zu beachten: - Faustrückenschlag, Vorwärtsfußtritt, Abwärtsfußschlag, Hakentritt und Seitwärtsfußtritt werden gleichseitig gehalten. - Gerader Fauststoß, Haken, Halbkreisfußtritt und gedrehte Fußtritte werden über Kreuz gehalten. - Der Gerade Fauststoß mit der Führungshand wird als Doublette (zweimal hintereinander) ausgeführt. - Gedrehte Fußtritte werden durch Nebeneinanderhalten der Pratzen signalisiert,
Der Pratzenhalter fordert quasi durch die Art der Pratzenhaltung die Technik beim Angreifer ab. Nach jeder Technik sind die Pratzen ca. 3 – 4 Sekunden herunterzunehmen und dann ist die nächste Technik "abzufordern". Für die richtige Distanz ist der Pratzenhalter verantwortlich.
- Passives Reflextraining Es ist gleichermaßen ein Reflextraining wie das aktive, als passive Elemente dienen vom Pratzenhalter gelegentlich eingestreute Schwinger zum Kopf des Ausführenden, die dieser durch Abrollen vermeidet. Zudem werden Vorwärtsfußtritte eingestreut, denen durch Schließen der Deckung entgegengewirkt wird.
Für die Fortgeschrittenen gibt es noch eine weitere Variante und zwar die, dass sich der Pratzenhalter langsam im Raum bewegt und so der Angreifer ständig nachrücken, sich drehen oder auch zurückweichen muss. Hier ist der Angreifer für den richtigen Abstand selbst verantwortlich.
- Selbstverteidigung
- Griffvermeidung: Sie versuchen durch das Esdo- Sicherungssystem, nicht in einen Griff hineinzugeraten. Es sollte realistisch und sehr flüssig ausgeführt werden. Da wir eine passive Sportart sind, ist es nicht unser Ziel einen Gegner anzugreifen und wir beherrschen Techniken, die es dem Angreifer erschweren uns zu greifen. Diese Techniken sind in der Griffvermeidung zusammengefasst.
- Griffbefreiung: Hierbei kann der Angegriffene durch Kontertechniken sich befreien, indem er mit Schlag-, Tritttechniken oder mit Gegenhebeln sich zur Wehr setzt. Es ist zu versuchen, dass der Angreifer erst gar nicht zufassen kann.
- Waffenabwehr: Waffenabwehr ist der schwierigste Teil, da Sie nach der Abwehr gleich die Waffe sichern müssen. Das heißt, Sie müssen sehr schnell und sicher abwehren. Abwehr erfolgt gegen Gegenstände wie Messer, Stock, Flasche und Pistole.
Eine sehr wichtige Methodik ist das regelmäßige üben der Selbstverteidigungstechniken, denn in der heutigen Zeit steigt überall die Gewaltbereitschaft, ob auf der Straße oder in den Schulen. Die Menschen werden immer aggressiver zu einander.
Da wir eine Selbstverteidigungssportart sind, steht diese Traingsmethodik im Mittelpunkt unseres Trainings.
Besser ist es, einer Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen, doch ist es nicht immer möglich, und deshalb sollten Sie wissen, wie Sie sich im Notfall verteidigen können.
„Gewusst wie“, eine kleine richtige Bewegung, kann eine brenzlige Situation beenden. Schon eine solche Situation zu bewältigen, steigert das Selbstbewusstsein eines jeden.
Und gerade die Tatsache, dass immer mehr Menschen wegsehen, weglaufen oder sogar zuschauen, statt jemanden zu helfen, macht uns bewusst, dass wir uns nicht auf andere verlassen können, sondern uns selbst helfen müssen.
Deshalb sollte jeder effektive Techniken, Körperbeherrschung und Fitness erlernen, so das er sich im Notfall auch selber verteidigen kann.
Ein richtiger Griff oder eine gekonnte Abwehr kann im Ernstfall Ihnen und anderen helfen.
Üben Sie regelmäßig die Selbstverteidigungstechniken und Verhaltensregeln im Ernstfall. Fragen Sie Ihren Trainer, welche Techniken in bestimmtem Situationen für Sie die richtigen währen. Denn nicht jeder ist gleich gebaut(Größe, Stärke, Gewicht usw.) und voll durchtrainiert, alles benötigt seine Zeit.
Doch es gibt viele einfache Techniken in der Selbstverteidigung, die sehr effektiv sind. Sie müssen immer daran denken, Sie wollen sich schnell und gut verteidigen.
Wichtig ist: so viel wie möglich die Selbstverteidigung zu üben und dabei möglichst oft den Trainingspartner zu wechseln.
Denken Sie auch immer daran, zuerst einen Schockschlag oder Tritt, dann die Technik!
- Esdo - Freikampf
- Esdo - Ringkampf
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