Reflextraining

Das Reflextraining schult die Möglichkeit, in einer gegebenen Situation mit der richtigen Technik unter Beachtung der Reichweite richtig zu reagieren. Man unterscheidet aktives und passives Reflextraining.

Passives Reflextraining

Es ist gleichermaßen ein Reflextraining wie das aktive, als passive Elemente dienen vom Pratzenhalter gelegentlich eingestreute Schwinger zum Kopf des Ausführenden, die dieser durch Abrollen vermeidet. Zudem werden Vorwärtsfußtritte eingestreut, denen durch Schließen der Deckung entgegengewirkt wird.

Aktives Reflextraining

Partner 1 hat an beiden Händen Handpratzen. Er lässt zunächst die Arme nach unten hängen. Der andere Partner steht ihm gegenüber und konzentriert sich. Nach 2 bis 5 Sekunden hält Partner 1 die Handpratze(n) in eine bestimmte Stellung. Partner 2 reagiert darauf so schnell wie möglich mit einer der Pratzenstellung angepassten Technik, der vom Pratzenhalter etwas entgegen gekommen wird. Die Pratzen sind so zu halten, dass der Aktive keine Zwischenbewegung (Steppschritt, vorlehnen) benötigt.

zu beachten:

· Faustrückenschlag, Vorwärtsfußtritt, Abwärtsfußschlag, Hakentritt und Seitwärtsfußtritt werden gleichseitig gehalten.
· Gerader Fauststoß, Haken, Halbkreisfußtritt und gedrehte Fußtritte werden über Kreuz gehalten.
· Der Gerade Fauststoß mit der Führungshand wird als Doublette (zweimal hintereinander) ausgeführt.
· Gedrehte Fußtritte werden durch Nebeneinanderhalten der Pratzen signalisiert,

Der Pratzenhalter fordert quasi durch die Art der Pratzenhaltung die Technik beim Angreifer ab. Nach jeder Technik sind die Pratzen ca. 3 – 4 Sekunden herunterzunehmen und dann ist die nächste Technik „abzufordern“. Für die richtige Distanz ist der Pratzenhalter verantwortlich.

Für die Fortgeschrittenen gibt es noch eine weitere Variante und zwar die, dass sich der Pratzenhalter langsam im Raum bewegt und so der Angreifer ständig nachrücken, sich drehen oder auch zurückweichen muss. Hier ist der Angreifer für den richtigen Abstand selbst verantwortlich.


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